Schriftgröße A A A
Kontrast A A A

Die gängigsten
Untersuchungsmethoden

logo-print
logo-print-visusvital

Diagnose von Netzhauterkrankungen

Jeder Mensch sollte in regelmäßigen Abständen seine Augen untersuchen lassen. Besonders gilt das für ältere Menschen und solche, die bereits eine Augenerkrankung oder eine Vorbelastung haben.

Da viele der Veränderungen am Auge aufgrund von anderen Erkrankungen wie einem deutlich erhöhten Blutdruck, Arteriosklerose oder Diabetes entstehen, ist es gut, wenn sich Ihr Augenarzt auch mit Ihrem Internist oder Hausarzt austauscht.

Einige Untersuchungsmethoden gehören zu jeder Untersuchung dazu. Zur Abklärung besonderer Diagnosen wird Ihr Arzt noch weitere Methoden hinzuziehen. Die gängigsten stellen wir hier vor.

 

Sehtest

Eine Augenuntersuchung beginnt in der Regel mit der Bestimmung der Sehschärfe. Dabei versucht der Patient, verschiedene Buchstaben oder Zahlen von einer bestimmten Entfernung aus zu erkennen.

Die normale Sehschärfe (Visus) ist altersabhängig und liegt im Allgemeinen zwischen 0,8 und 1,25. Falls kleinere Zahlen beziehungsweise Buchstaben nicht mehr erkennbar sind, liegt in der Regel eine Sehstörung vor.

Gelingt eine Korrektur dieser Sehstörung durch Brille oder Kontaktlinsen nicht, besteht eventuell eine Augenerkrankung oder auch eine angeborene Schwäche des Auges. Ob dies tatsächlich auf den Patienten zutrifft, wird der Augenarzt anhand weiterer Untersuchung überprüfen und je nach Diagnose eine Behandlung einleiten.

 

Ophthalmoskopie

Nach der Bestimmung der Sehschärfe folgt meist eine Ophthalmoskopie, bei der der Augenarzt mit einer Lupe, einem Augenspiegel oder einem Kontaktglas die Netzhaut untersucht. Hierzu werden die Pupillen mit Augentropfen (Mydriatika) erweitert, sodass der Arzt die Netzhautmitte mit der Makula und auch die Umgebung (Peripherie) gut einsehen kann. Da man als Folge dieser Pupillen-Tropfen für längere Zeit verschwommen sieht und stark geblendet ist, sollten Sie nach der Untersuchung auf keinen Fall selbst Auto fahren oder Maschinen bedienen.

Ophthalmoskopie

 

Fluoreszenzangiografie (FLA)

Bei dieser Methode kann der Arzt den Augenhintergrund darstellen. Dem Patienten wird dafür ein Kontrastmittel in eine Armvene injiziert. Nach kurzer Zeit kommt dieses Kontrastmittel in den Blutkreislauf des Auges und kann dann von einer Kamera mit einem Grünlichtfilter fotografiert werden. Auf den dabei erstellten Fotos kann der Arzt sehr gut die Ausdehnung, die genaue Lage und die Gestalt eines Ödems beurteilen.

Fluoreszenzangiografie

 

Optische Kohärenztomografie (OCT)

Die Optische Kohärenztomografie (OCT) ist ein modernes, bildgebendes Verfahren, das die Netzhaut im Querschnitt darstellen kann. Der Augenarzt nutzt dafür einen Lichtstrahl, der die verschiedenen Schichten abtastet. Es entsteht ein Bild, das die verschiedenen Zellebenen und gegebenenfalls auch Flüssigkeit in der Makula zeigt. Wiederholt der Augenarzt diese Art der Untersuchung mehrmals über einen längeren Zeitraum, kann er erkennen, wie die Erkrankung verläuft und ob die Therapie erfolgreich ist.

Optische Kohärenztomografie (OCT)

 

Im Kapitel „Behandlung“ erfahren Sie welche Möglichkeiten es heutzutage gibt, das Fortschreiten einer Netzhauterkrankung zu verhindern.